Landau vernetzt Mobilität

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Aktuelles

Das Mobilitätskonzept geht in die zweite Runde –

Ideenwerkstatt zur Maßnahmenentwicklung gibt Denkanstöße für das Landau der Zukunft

Ideenwerkstatt

Mit dem zweiten Bürgerworkshop startete das Mobilitätskonzept Landau in eine neue Phase. Am 08.06. trafen sich im Pfarrheim Heilig Kreuz interessierte Bürgerinnen und Bürger mit Vertretern der Stadt und des Planungsbüros PTV Transport Consult GmbH. Nachdem die Phase der Bestandsanalyse vor dem Abschluss steht, ging es an diesem Termin erstmals um die Maßnahmenentwicklung. Die Veranstaltung startete mit einer Präsentation des bisherigen Projektverlaufs. Nachdem Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron kurz die Zielsetzung der Stadt für den Abend erläuterte, sprach Ralf Bernhard vom Stadtbauamt über die aus der Bestandsanalyse gewonnenen Erkenntnisse. Die Ergebnisse im Detail können hier eingesehen werden. Bevor die Bürger in die Ideenwerkstatt starten durften, erläuterte Christoph Schulze von der PTV die Vorgehensweise. Fokus des Abends war die Loslösung von einer auf die einzelnen Verkehrsträger gerichteten Sichtweise auf das Verkehrssystem hin zur Entwicklung von Maßnahmen, die den Verkehr für alle übersichtlicher, sicherer und komfortabler machen und die Stadt Landau dadurch lebenswerter. Das Ziel war die Entwicklung einer ersten Vision, wie sich die Mobilität in und um Landau mittel- bis langfristig entwickeln könnte. Daher sollte an diesem Abend der finanzielle Aspekt noch keine Rolle spielen, sondern ein freies „Wunschkonzert“ von den Bürgern geäußert werden. Hierzu teilten sich die Bürger in die vier folgenden Planungsgruppen ein:

Ideenwerkstatt

In der Planungsgruppe „Gestalten“ beschäftigten sich die Bürger mit der Frage, wie durch die Gestaltung des Verkehrsraums eine Optimierung für alle Verkehrsarten unter Berücksichtigung des Umfelds erreicht werden kann. Dementsprechend drehte sich die Diskussion viel um Verkehrssicherheit. Auch die Aufenthaltsqualität spielte hier eine Rolle, da der innerstädtische Verkehrsraum auch gleichermaßen Lebensraum für die Landauer Bürgerinnen und Bürger ist. Ebenso wurde die Weiterentwicklung der Barrierefreiheit thematisiert.

In der Planungsgruppe „Verbinden“ drehte sich alles um die Anforderungen an das Verkehrsnetz in Landau. Es sollte herausgefunden werden, was die typischen Wege der Landauer Bürger sind und ob es geeignete Routen auf diesen Wegen für alle Verkehrsträger gibt. Auch die Intermodalität, also das Wechseln zwischen Verkehrsmitteln, stand auf der Agenda. Die angeregte Diskussion reichte vom Nahverkehr der Zukunft mit selbstfahrenden Fahrzeugen und ohne feste Haltestellen über zusätzliche Radabstellanlagen und eine Umstrukturierung des Innenstadtrings sowie des Stadtkerns, nicht zuletzt auch zur Effizienzsteigerung für den Kfz-Verkehr.

Ideenwerkstatt

In der Planungsgruppe „Lenken“ war das Thema, unabhängig von der Struktur des Straßennetzes, die Verkehrsströme bestmöglich zu leiten. Dazu gehörten die Themen Parkraummanagement und Informationssystems, eine einheitliche und gut verständliche Beschilderung sowie eine Optimierung von Ampelschaltungen. Auch die Kontrolle der Verkehrsteilnehmer durch Polizei und Ordnungsamt gehörte dazu.

Die Planungsgruppe „Umdenken“ zielte dagegen sowohl auf die Entscheider in den städtischen Behörden und als auch auf die Verkehrsteilnehmer. Hier galt es, Maßnahmen zu entwickeln, die einerseits die Infrastruktur so gestalten, dass eine langfristige, sinnvolle Verbesserung des Verkehrsverhaltens erreicht werden kann. Auf der anderen Seite ist auch dafür zu sorgen, dass alle – Planer, Bürger und Besucher Landaus – diese neuen Möglichkeiten der Mobilität auch wahrnehmen. Eine gute Informationsbasis wurde hier als entscheidend identifiziert, damit neue Ideen und Regelungen des Verkehrssystems angenommen werden können.

Die Ergebnisse der Ideenwerkstatt gehen in die nun folgende Maßnahmenentwicklung mit ein. Wir bedanken uns für den umfassenden Input und die angenehme Diskussion bei allen Teilnehmern. Für Anregungen und Wünsche sind wir natürlich weiterhin offen. Hierfür steht ihnen das Kontaktformular zur Verfügung.


Presseartikel der Rheinpfalz vom 12.06.2017 zum Ideenworkshop

rheinpfalz

„Landau vernetzt Mobilität“: Ideenwerkstatt zur Erarbeitung des Integrierten Mobilitätskonzepts – Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme am 8. Juni eingeladen

Gemeinsam mit einem externen Planungsbüro entwickelt die Stadt Landau derzeit ein umfassendes Mobilitätskonzept, das die gesamte Bandbreite des Verkehrs und der Verkehrsmittel – Auto, Fahrrad, ÖPNV und den Fußgängerverkehr – gleichermaßen berücksichtigt und sich an den Grundsätzen einer nachhaltigen Mobilität orientiert. Teil des Prozesses ist auch eine intensive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Am Donnerstag, 8. Juni, haben diese nun die Möglichkeit, sich bei einer Ideenwerkstatt einzubringen. Die Veranstaltung zur Konkretisierung des Mobilitätskonzepts findet ab 19:30 Uhr im Pfarrheim Heilig Kreuz in der Augustinergasse statt.

„Die Bürgerinnen und Bürger konnten sich bereits bei der Auftaktveranstaltung sowie über die Internetseite www.landau-vernetzt-mobilitaet.de aktiv an der Erstellung des Mobilitätskonzepts beteiligen. Hiervon wurde fast 400 Mal Gebrauch gemacht“, erläutert Bürgermeister und Verkehrsdezernent Dr. Maximilian Ingenthron. Im Zuge der Veranstaltung werden eine Bestandsaufnahme und erste Zwischenergebnisse vorgestellt.

„Nun folgt der nächste Schritt in der Erarbeitung des Mobilitätskonzeptes – und dafür bildet die Ideenwerkstatt den Auftakt. Auf Basis der Ergebnisse des bisherigen Prozesses können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Rollen von Planerinnen und Planern, Ratsmitgliedern oder Verwaltungsmitarbeiterinnen und - Verwaltungsmitarbeitern hineinversetzen.“ Ziel ist es, auf diese Weise Vorschläge und Ideen für konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation in Landau zu entwickeln.

Bürgermeister Dr. Ingenthron freut sich auf die Teilnahme zahlreicher Bürgerinnen und Bürger und auf einen fruchtbaren Austausch im Rahmen der Ideenwerkstatt. Er setzt auf eine rege Beteiligung, denn, so Ingenthron: „Je mehr Menschen sich einbringen, desto fundierter wird das Mobilitätskonzept sein – und desto besser können die Verkehrsflüsse aufeinander abgestimmt werden.“

Stadtverwaltung
Stadt Landau in der Pfalz


Presseartikel der Rheinpfalz vom 20.03.2017 zur Nutzung der Internetseite

rheinpfalz

Presseartikel zur Interaktiven Karte im Rahmen des Mobilitätskonzepts

Folgender Artikel aus der Rheinpfalz vom 21.02.2017 zeigt anschaulich die Anwendung und den Nutzen der interaktiven Karte als Medium zur Meldung von Problemen und Positivbeispielen im Landauer Verkehrsnetz für die Öffentlichkeit.

rheinpfalz

Öffentliche Auftaktveranstaltung zum Mobilitätskonzept

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Am 3. November erfolgte im kleinen Saal der Jugendstil-Festhalle Landau der Startschuss des Mobilitätskonzepts für die Öffentlichkeit. Ungefähr 50 Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter aus der Politik sowie von Verbänden und Betrieben folgten der Einladung der Stadt Landau und informierten sich über die in den nächsten zwei Jahren geplanten Aktivitäten zur Erstellung des Mobilitätskonzepts. Oberbürgermeister Thomas Hirsch und Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron betonten, in ihren Einführungsvorträgen u.a. die Bedeutung des Mobilitätskonzepts als Chance zur vernetzten Betrachtung aller verkehrlichen Belange vom Fußgänger über den Radverkehr, den Autoverkehr, der ÖV-Nutzung bis zum Wirtschaftsverkehr.

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Anschließend erläuterte Projektleiter Christoph Schulze von der PTV Transport Consult GmbH aus Karlsruhe den inhaltlichen und zeitlichen Ablauf des Mobilitätskonzepts von der Zieldefinition und Bestandsanalyse über die Maßnahmenentwicklung bis zur Zusammenführung zu einem Gesamtkonzept. Ausschlaggebend für die Akzeptanz und damit den Erfolg des Mobilitätskonzepts ist die Einbindung aller Beteiligten und insbesondere der Bürgerinnen und Bürger als tägliche Nutzer des Systems Verkehr. Im Anschluss an die Vorträge wurde das Thema Öffentlichkeitsbeteiligung mit einem Workshop direkt in die Tat umgesetzt. Es wurden vier Thementische mit Stellwänden zu folgenden verkehrlichen Aspekten eingerichtet:

• Kraftfahrzeugverkehr • Öffentlicher Verkehr • Radverkehr • Fußverkehr und barrierefreie Mobilität

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Die Bürgerinnen und Bürger hatten die Möglichkeit, im Rahmen der Bestandsanalyse eigene Erfahrungen, Anregungen und Wünsche zu kommunizieren und konkrete Positiv- oder Negativbeispiele auf Stadtplänen zu verorten. Übergeordnete Schlagworte waren hierbei beispielsweise das Sicherheitsempfinden, der Komfort und die Barrierefreiheit oder die Erreichbarkeit und der Zugang zum jeweiligen Verkehrsmittel. Es entwickelte sich an allen Thementischen intensive und konstruktive Diskussionen, deren Ergebnisse wichtiger Input für die nächsten Schritte bei der Erstellung des Mobilitätskonzepts sein werden. Beim Fußverkehr und der barrierefreien Mobilität wurde einerseits gelobt, dass es diesbezüglich in Landau schon sehr gute Ansätze gibt wie die Umgestaltung der Ostbahnstraße, andererseits wird aber noch an vielen Stellen Verbesserungspotenzial hinsichtlich Querungsmöglichkeiten, Beleuchtung und Barrierefreiheit gesehen. Am Thementisch zum Radverkehr waren fehlende Radwegverbindungen und zu wenig Abstellmöglichkeiten für Fahrräder ein häufig genannter Kritikpunkt. Außerdem wird in einigen Bereichen sicherheitstechnisches Verbesserungspotenzial gesehen. Im öffentlichen Verkehr wurde vor allem die zu geringe Bedienungshäufigkeit in den Abend- und Nachtstunden sowie zum Teil die Haltestellenausstattung bezüglich Beleuchtung und Informationsangebot bemängelt. Beim Kfz-Verkehr lagen inhaltliche Schwerpunkte bei den Themen Lärmbelastung, Parksituation, Lichtsignalsteuerung und Parksituation.

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Im Anschluss an die einstündige intensive Workshop-Phase wurde die Auftaktveranstaltung mit einer kurzen Zusammenfassung geschlossen. Wir bedanken uns bei allen Bürgerinnen und Bürgern für den wertvollen Informationsaustausch. Weiterhin besteht die Möglichkeit, sich über das Kontaktformular auf dieser Homepage aktiv mit Input einzubringen. In Kürze wird hier auch eine interaktive Karte verfügbar sein, auf der konkrete Aspekte kommuniziert und verortet werden können.